08.12.2006

OV Kronach beteiligt sich an Rettungsübung des Forstbetriebs

Das Technische Hilfswerk Kronach hat am Samstag, den 9. Dezember 2006 an einer Rettungsübung im Distrikt Reichenbächer

Wald des Forstbetriebs Rothenkirchen teilgenommen. Ziel der Übung war die Bergung eines verletzten Forstmitarbeiters aus unwegsamen Gelände.

Die Arbeit der Forstwirte findet in der Regel abseits von öffentlichen Wegen und im unwegsamen Gelände statt. Es ist daher oberstes Ziel der Forstbetriebe die Unfallgefahren für ihre Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten. Forstbetriebsleiter Peter Hagemann umschrieb es treffend mit den Worten „Der beste Unfall ist der, der erst gar nicht passiert“.

Trotz guter Ausrüstung, Ausbildung, Vorbereitung und Aufmerksamkeit können Unfälle jedoch nicht immer vermieden werden. Deshalb wurde durch die beiden Sicherheitsbeauftragten des Forstbetriebs Rothenkirchen, Georg Scherbel und Klaus Weiß, ein speziell auf die örtlichen Verhältnisse abgestimmter Rettungsplan erstellt. Um zu überprüfen, ob die Rettungskette reibungslos funktioniert und die Planungen auch im Erstfall umsetzbar sind, wurde in der Abteilung Haidäcker im Reichenbächer Wald ein Unfall an einem unwegsamen Steilhang angenommen. Ein verletzter Forstarbeiter war aus dem Steilhang zu bergen und an das Rote Kreuz zu übergeben.

Nach Alarmierung durch die Forstdienststellen machten sich ein Notarztwagen und ein Rettungwagen des Roten Kreuzes auf den Weg zu Unfallstelle. Zur gleichen Zeit war auch die Bergungsgruppe zusammen mit der Höhenrettungsgruppe des THW Kronach alarmiert worden und fuhr die Unfallstelle an. Während sich die Helfer vom Roten Kreuz um den Verletzten kümmerten, wurde mittels Greifzug und Schleifkorb eine Seilbahn ins Tal errichtet, um einen schonenden Transport des Verletzten vornehmen zu können. Während des Transports mit der Seilbahn wurde der Patient ständig vom Roten Kreuz oder von Helfern der Höhenrettungsgruppe betreut. Selbst an Stellen, an denen der Verletzte mehrere Meter in der Luft schwebte, war immer eine Person zur Betreuung dabei. Hierzu war ein Helfer der Höhenrettungsgruppe mit einem Gurt am Schleifkorb befestigt, mit dem der Patienten ins Tal abgelassen wurde.


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